| 1812 |
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Georg Phillip Gail gründet
eine Rauchmanufaktur in Gießen. |
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| 1839 |
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Er erwirbt einen insgesamt
4700 qm großen Acker in Rodheim an der Bieber zwischen
den Straßen nach Gießen und Krofdorf. |
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| 1857 |
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Auf dem 1839 gekauften
Acker wird eine Gail'sche Zigarrenfabrik gegründet. Der
Architekt des klassizistischen Gebäudes ist unbekannt.
Denkbar ist Hugo von Ritgen. |
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| 1880 |
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Der 61-jährige
Witwer Carl Gail schließt in Chicago eine zweite Ehe mit
der 36-jährigen Marie Wirth, Witwe eines Schwagers. Hochzeitsgeschenk
ist das Schweizerhaus in Rodheim (Architekt: Hugo von Ritgen). |
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| 1883 |
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Der Lustgarten zwischen
Schweizerhaus und Gießener Straße wird als Hochzeitsgeschenk
für Wilhelmine Mahla mit „Wasserkünsten“
bereichert. Den Abschluß bildete ein kleiner Teich, in
dem Schwäne schwimmen. |
| 1888 |
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Wilhelm Gail bittet
seinen Hausarchitekten Franz von Hoven um einen Besuch
und bittet, den Gartenkünstler Siesmayer „im
Interesse der Erdarbeiten“ mitzubringen. |
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| 1890 |
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Der Frankfurter Gartendirektor
Andreas Weber erhält einen Generalauftrag zur Parkgestaltung
in Rodheim. |
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| 1896 |
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10 Parzellen mit 6060
qm Gesamtfläche werden erworben. Der zusammenhängende
Gail’sche Besitz zwischen den Straßen nach Gießen
und Krofdorf umfaßt nun rd. 2 ha.
Der Bau von Villa, Pavillon, Abort und Grube nach Plänen
vom November 1895 wird genehmigt. |
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| 1897 |
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Die Rodheimer Villa
wird im Sommer zum ersten Mal bewohnt. |
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| um 1910 |
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Die am 14.10.1905 geborene
Marianne Gail bekommt ein Spielhäuschen. |
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| 1912 |
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Die Gail’sche
Gärtnerei (Obergärtner Menges) beteiligt sich an der
ersten Obst- und Gartenbauausstellung des Kreises Biedenkopf
mit 36 Apfel- und 35 Birnensorten sowie fruchtenden Sträuchern
für nützliche Vögel. |
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| 1945/46 |
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Die Villa wird zwecks
Betreuung amerikanischer Offiziere beschlagnahmt.
Die Familie Rumpf/Rumpf-Gail wird aus dem Souterraingeschoß
der Villa, das ihr noch als Wohnung geblieben war, ausgewiesen.
Sie zieht zunächst ins Schweizerhaus, dann in das Gärtnerhaus
an der Gießener Straße. |
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| 1948 -
1952 |
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Die Villa wird von der
Besatzungsmacht freigegeben.
Die Villa wird umgebaut. Der Charakter eines Sommerhauses mit
schönem Übergang zwischen Villa und Park tritt gegenüber
den Erfordernissen eines Dauerwohnsitzes und den Ansprüchen
eines jagdlich und hippologisch passionierten Hausherrn zurück. |
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| 1993 |
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Dr. Michael Rumpf-Gail
zieht zusammen mit seiner Familie in die Villa. Das Schweizerhaus
am Tennisplatz wird mit Duschen und WC ausgestattet.. |
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| 2000 |
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Das Fabrikgebäude
an der Giessener Straße wird abgerissen.
Der gemeinnützige Verein 'Freundeskreis Gail’scher
Park' (zunächst Villa und Park) wird gegründet. |
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| 2002 |
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Das ehemalige Fabrikgelände,
die westliche Weidefläche und die östliche Obstplantage
werden als Baugrundstücke für ein neues Ortszentrum,
ein AWO-Pflegeheim und Einfamilienhäuser abgetrennt. |
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| 2003 |
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Park und Villa werden
durch die Gemeinde Biebertal erworben und von der Schunk-Gruppe
gepachtet. Sehr erfolgreich sind die Öffnung des Parks
an den Wochenenden, zahlreiche Führungen und die kulturellen
Veranstaltungen. |
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